Für mich sorgen

und meine Potentiale ausschöpfen

Selbstempathie

 

Wie kommt eigentlich Empathie in die Welt?

Sie fängt erst mal bei mir an. Auch wenn es bei vielen Menschen anders aussieht und sie zuerst die Wale, die Umwelt und den Rest der Welt retten wollen, glaube ich dass es eine gesunde Einstellung ist, erst mal vor seiner eigenen Tür zu kehren.

Jesus soll einmal gesagt haben:

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne,

dafür aber Schaden an seiner Seele nähme?

Nichts.

Es hilft total und absolut nichts, wenn du dich für irgendetwas kaputt machst, weil die Rettung, die so vollbracht wird, keine wirkliche Rettung ist.

Im Gegenteil wirkt sie dem Heil der Welt entgegen.

Zunächst ist meine Aufgabe mich selbst zu retten. Es geht auch nicht unbedingt um Rettung. Es geht darum gut für mich zu sorgen.

Wenn jeder für sich selbst sorgt ist für alle gesorgt.

Und wer für sich selbst nicht sorgt, kann auch nicht für andere Sorgen.

Ich habe einmal eine Mutter kennengelernt, die zwei Kinder alleine erzog. Die Kinder waren richtig gut drauf, wann immer ich mit ihnen zu tun hatte. Ich fragte die Mutter, was denn ihr Erziehungskonzept sei, damit ihre Kinder so glücklich und lebensfroh waren.

Sie sagte: Ich sehe immer zuerst darauf, dass es mir gut geht und dann nach meinen Kindern.

Was sich nach Egoismus anhört ist in Wahrheit die Befolgung eines Lebensgesetzes.

Wenn wir noch mal zu Jesus zurückkehren:

 Liebe deine Nächste wie dich selbst.

Heißt nichts anderes als, liebe dich selbst und die anderen genauso.

(Das zwischen uns kein großer Unterschied besteht, könnt ihr an anderer Stelle lesen.)

Aber wie liebe ich mich selbst?

Wie mache ich es, dass es mir mit mir selbst gut geht?

Ich glaube zwei Dinge sind sehr wichtig.

Erstens mir selbst Zeit nehmen, mir über meine Bedürfnisse klar zu werden und diese dann erfüllen. Ich würde ja auch nicht mit einem Auto herummeckern, wenn es nicht fährt, weil kein Sprit mehr im Tank ist. Also sorge ich dafür, dass auch mein Tank immer gut gefüllt ist. Was es ist womit ich meinen Tank fülle, dass muss ich selbst herausfinden, aber ich habe meist eine Intuition dafür, was mich grade nährt. Bei mir selbst ist es Sport machen, Körperkontakt haben, Zeit mit guten Freunden und intensiven Gesprächen verbringen, aber auch mich im Schreiben eines Artikels wie diesem der Welt mitzuteilen.

Und damit bin ich an der Grenze zum Zweitens, welches es meiner Meinung nach braucht, damit ich gut in der Welt stehen kann. Das hat etwas damit zu tun, dass ich meine Potentiale erkenne und ausschöpfe.

Was sind meine Geschenke an die Welt?

Und auf welchem Wege bringe ich sie zum Ausdruck?

Ich bemerke immer wieder, dass ich mich nicht gut fühle, wenn ich so lebe, dass meine Potentiale brach liegen. Von Heilern sagt man, dass sich ihre Kraft gegen sie wendet, wenn sie nicht in die Welt strömen darf, ich denke, dass das auf alle anderen Menschen und ihre Fähigkeiten auch zutrifft. Wenn du als Tänzer nicht tanzt, als Koch nicht kochst, als Maler nichts malst oder als Ingenieur nichts entwirfst, wird sich irgendetwas in dir verklemmen.

Immer mal wieder, wenn ich ein paar Tage -oder leider manchmal auch ein paar Wochen- nicht geschrieben habe, bemerke ich wie meine Stimmung nach unten tendiert und ich mich frage, warum es mir denn eigentlich so schlecht geht. Und jedesmal, wenn ich mich selbst erforsche, komme ich zu dem Ergebniss, dass genau diese zwei Faktoren in meinem Leben hinter dem Alltag zurückgetreten sind. Ich habe nicht für mich gesorgt und meine Potentiale sich nicht entfalten lassen, wie sie es wollten. Stattdessen habe ich mich verloren in sinnlosen Streitereien, die gar nicht entstanden wären, wenn ich meine Bedürfnisse gespürt und sie mir erfüllt hätte. Ich kann nicht empatisch für andere mitfühlen, wenn ich mir selbst dieses Mitgefühl nicht entgegenbringe.

Ich weiß noch, als ein Kommunarde ein Verhalten an den Tag legte, dass ich normalerweise aufs Schärfste verurteilt hätte. Allerdings war ich an diesem Tag grade in einer solchen Hochstimmung (weil ich eine Geschichte zu Ende geschrieben und ein gutes Coaching gehabt hatte, ein anderes Potential von mir dass froh ist, wenn es leben kann) , dass ich die ganze Situation mit einem klärenden Gespräch leicht aus der Welt schaffen konnte.

Also kommt Empathie in die Welt dadurch, dass sie zunächst in mich kommt.

 

Lasst Empathie Einzug halten

Empathisch Markus


Du kannst alles erreichen was du willst ...
Es mag allerdings sein, dass du dich dafür anstrengen musst.

Last update: 29.3.2017