Reinkarnation



1.
Hinführung
2. Widerlegung der Vorurteile
2.1. Kaum jemand glaubt an Reinkarnation?
2.2. Der Glaube an Reinkarnation ist neumodisches Zeug
2.3. Nicht richtig erforscht – Vom Saulus zum Paulus
3. Voraussetzungen für Reinkarnation
4. Nicht bewiesen, aber einfachste denkbare Erklärung
5. Was meint der Begriff Reinkarnation?
6. Wozu nutzt der Glaube an Reinkarnation?
7. Warum kehrt die Seele wieder?
 

1. Hinführung

Das Folgende richtet sich an interessierte Menschen, die dem Thema der Reinkarnation aufgeschlossen gegenüberstehen. Hier werden sie Informationen erhalten, mit denen sie sich ein Bild machen können über den gegenwärtigen Wissenstand zu dem Thema Reinkarnation.

Ich lege keinen Wert darauf Menschen zu überzeugen, sondern richte mich an Menschen, die in ihrem Leben schon einmal Erfahrungen gemacht haben, die Reinkarnation nahe legen und die mehr darüber wissen wollen.

Wer sich mit Grenzwissenschaften wie Reinkarnationslehre beschäftigt, hat mit mehr oder weniger starken Vorurteilen zu kämpfen. Ich will hier einmal darstellen, wie wenig berechtigt viele davon sind. Zum einen wäre da die Meinung kaum jemand würde an Reinkarnation glauben. Sie habe nichts mit dem christlichen Glauben zu tun.
Man glaubt an Elektrizität an Verbrennungsmotoren, allenfalls noch an Psychosomatik, niemals aber an Reinkarnation. Sie wirke nicht in unser Leben hinein, man habe nichts mit ihr zu tun und schlussendlich bringt sie nichts. Außerdem sei das alles neumodischer Kram, der mit der ganzen Esoterikwelle hereingeschwappt sei. Menschen, die gestern an Astrologie glaubten, glauben heute an Wiedergeburt und hängen morgen irgendeinem anderen Glauben an. Der Glaube an Reinkarnation sei nur eine Modeerscheinung, die ebenso schnell vergeht wie sie gekommen ist. Ferner bewege sich die Reinkarnationslehre durchweg im nicht-wissenschaftlichen Bereich. Nie habe jemand ernstzunehmendes über Reinkarnation Wissen zusammengetragen oder gar geforscht. Wenn überhaupt wurden kaum verifizierbare Daten von jemandem scheinwissenschaftlich zusammengestellt, der ohnehin an den ganzen Kram glaubte und von daher nicht objektiv war.


2. Widerlegung der Vorurteile
2.1. Kaum jemand glaubt an Reinkarnation


Buddhisten, Hindus und viele andere Religionen glauben an Reinkarnation. Dieser Glaube ist sogar die Grundlage für ihre Weltanschauung. In Ländern wie China, Indien oder Japan ist der Glaube an Wiedergeburt tief verankert. Wenn man die Bevölkerungsdichte dieser Länder bedenkt, wird man wohl kaum weiterhin sagen können: Kaum jemand glaubt an Reinkarnation.
Schopenhauer hat in diesem Zusammenhang einmal gesagt:
"Würde mich ein Asiate nach einer Definition von Europa fragen, so wäre ich gezwungen, ihm zu antworten: Es ist der Teil der Welt, welcher von dem unbeschreiblichen Wahn heimgesucht wird, dass der Mensch aus dem Nichts geschaffen wurde und das seine gegenwärtige Geburt den Beginn seiner Existenz darstellt."
Die Überheblichkeit der sogenannten ersten Welt ist hier offensichtlich. Nur weil es in der christlich geprägten Welt aus der Mode gekommen ist an Reinkarnation zu glauben, heißt es kaum jemand glaubt mehr an Reinkarnation. Das ist um so widersinniger, wenn man in Betracht zieht, dass selbst das Christentum immer wieder vom ewigen Leben spricht. Ist es nun glaubwürdiger, dass die Seelen bis zum jüngsten Gericht irgendwo aufgehoben werden oder das sie bis dahin beständig wiederkehren.
Selbst das Urchristentum glaubte an Reinkarnation. Dieser wurde allerdings per Dekret des Papstes 463 aus dem Glauben gestrichen.
Zieht man die hier vorgestellten Tatsachen in Betracht, muss man sich eher fragen, wer nicht an Reinkarnation glaubt.


2.2. Der Glaube an Reinkarnation sei neumodisches Zeug


Die aufgeführten Länder glauben schon länger an Reinkarnation, als bei uns der Messias gekommen ist. Und auch der soll an Reinkarnation geglaubt haben.
Aber auch der neuere Glaube an solche Phänomen und die Beschäftigung damit ist nicht so jung wie man annehmen könnte. Der hessische Prinz Galitzen war im vorletzten Jahrhundert ein Vorreiter auf diesen Gebiet.
Aus Harald Wiesendanger: "Zurück in frühere Leben.":
" Im Jahre 1862 ließ er eine arme, ungebildete Frau in Trance eine bourgeoise Vergangenheit im Frankreich des 18. Jahrhunderts >entdecken<."
Im folgenden wird beschrieben, wie die Frau in Trance fließendes Französisch sprach, dessen sie im normalen Leben nicht mächtig war.
Später um die Jahrhundertwende machte "Albert Rochas d'Aiglun(1837 –1914) ein französischer Offizier und langjähriger Präsident des militärischen Polytechnikums von Paris, mit insgesamt 19 Versuchspersonen hypnotische >Rückführungen< ... in bis zu zehn >frühere Leben<." (Zitat ebenda)
Zu größerem Ruhm kam die Reinkarnation freilich erst, als der mittlerweile zum Papst der Esoterik avancierende Thorwald Dethlefsen (damals 22jährig) auf einer Party zur Erheiterung der Gäste einen jungen Mann in Hypnose versetzte und eine Altersregression vornehmen wollte. Doch nicht das angesteuerte Ziel –die Kindheit des jungen Mannes– erreicht er damit, sonder er glitt viel weiter zurück in ein früheres Leben. Dethlefsen war über dieses spontan auftretende Phänomen verwundert, verifizierte es aber in einer zweiten Sitzung und entwickelte daraus die Reinkarnationstherapie. Da dieses Thema der 'angewandten' Reinkarnation sehr umfangreich ist, werde ich hier nicht weiter darauf eingehen.
Sie erfahren mehr darüber unter Rückführungen und Clearings.
Was ich bisher verdeutlichen wollte war, dass man sicherlich nicht sagen kann, dass Reinkarnation eine neumodische Erscheinung sei.


2.3. Nicht richtig erforscht? – Vom Saulus zum Paulus


Glauben heißt nicht wissen, werden sie mit recht sagen. Wenn ohnehin alle Welt an Reinkarnation glaubt, macht sich sicher niemand mehr die Mühe, sie wissenschaftlich zu beleuchten. Richtig. Keiner der an sie glaubt. Aber Einige, die sie widerlegen wollen. So ging der Mediziner Ian Stevenson damals mit dem eindeutigen Ziel an seine Untersuchung, "dem Glauben an die Reinkarnation ein für alle mal den Garaus zu machen." Er wollte ein für alle mal beweisen, dass es so etwas wie Reinkarnation nicht gibt, nicht geben kann. Und das wissenschaftlich. Selbst hatte er eine wissenschaftliche Ausbildung genossen hatte einen Doktortitel in Medizin, war also bestens ausgerüstet sein Vorhaben umzusetzen. Da was er erkannte, als er seine Forschungen begann war, dass alles für die Theorie der Reinkarnation sprach. Glücklicherweise besaß er genügend wissenschaftliche Redlichkeit, um seine Forschungsannahme über den Haufen zu werfen. Es vollzog sich bei ihm eine Wandlung vom Saulus zum Paulus, um mal einen biblischen Vergleich zu wählen. Stevenson hat über seine Forschungen mehrere Bücher veröffentlicht und gehörte heute zu den glühendsten Verfechtern der Reinkarnation. Seine Werke sind Grundlagen für all jene, die sich mit Reinkarnation beschäftigen. Durch seine Arbeit, in welcher er zahllose Fälle sauber zusammengetragen und dokumentiert hat, dürfte jedem, der sich eingehend damit befasst klar werden, dass die Reinkarnation die Dimension des Aberglaubens verlassen hat und als Nahezu bewiesen angesehen werden kann.
Doch nicht nur Stevenson machte diese Wandlung vom Saulus zum Paulus in Bezug auf Reinkarnation. Auch andere namhafte Autoren, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigten, z.B. Raymond Moody oder Patrice van Ersel, traten explizit mit dem Vorhaben an, den Glauben daran zu entkräften, dass nach dem Tod noch etwas kommen könnte.


3. Voraussetzungen für  Reinkarnation


Bevor ich fortfahre, bitte ich sie sich eine Sache zu überlegen:
Was muss man tun, um wieder zu inkarnieren?
Ja genau, Sterben.

Auch darüber gibt es eine Menge Literatur. Eben erwähnter Patrice von Ersel beginnt sein Buch 'Sterben' mit der Geschichte, wie er zu Dr. Ronald Siegel reist. Dieser behauptete den Beweis dafür gefunden zu haben, dass außerkörperliche Erfahrungen von klinisch Toten nur auf einen Overflow an  Adrenalin und andere Endorphinen zurückzuführen seien. Bei seiner Zielperson in Amerika angekommen, muss dieser im allerdings gestehen, dass seine Aussagen nur Schwindel waren. Er habe die Todesforscher in Misskredit bringen wollen, erklärt Siegel dem Journalisten und gehofft irgendwann im Nachhinein einen Beweis für seine Aussagen zu finden. Er fand ihn nicht. Patrice van Ersel reist daraufhin ein wenig enttäuscht weiter zu anderen Todesforschern und entdeckt das an deren Aussagen wohl doch etwas dran sein muss.
Da der Tod eine wesentliche Rolle im Kreislauf der Wiedergeburt spielt, will auch ich mich hier ein wenig damit beschäftigen. Der Tod ist ja geradezu die Grundlage der Reinkarnation.
Todesforscher oder Thanatologen, wie sie sich selbst nennen, erforschen meist nicht den Tod selbst, sondern untersuchen und dokumentieren die Erlebnisse, von denen klinisch Tote berichten, die ins Leben zurückgekehrt sind. Solche Erlebnisse werden Near Death Experiences (Nah Todes Erfahrungen) abgekürzt NDE genannt. Sie sind meist mit Out of Body Experiences (außerkörperlichen Erfahrungen) abgekürzt OBE verbunden. Die Zurückgekehrten berichten nahezu einheitlich davon ihren Körper von oben gesehen zu haben. Nicht in ihrem Körper, sondern außerhalb. Auch die Aussagen über die weiterer Situationen, zum Beispiel das Licht am Ende eines Tunnels und dessen Anziehungskraft, gleichen sich in nahezu allen Berichten. Legt man diese zu Grunde, so kann man davon ausgehen, dass ein wesentlicher Teil der menschlichen Wesenheit den physischen Tod überdauert. Geht man weiterhin von einem Fortbestehen der Individualität zu einen gewissen Grad aus, so ist eine erneute Inkarnation logische Konsequenz. Man könnte noch spekulieren, dass die Seele sich ja auch in einem Pool auflösen könnte. Ich fände dies allerdings unwahrscheinlich, da sie dies – wenn überhaupt – direkt nach dem Tod, also der Loslösung vom Körper, tun würde.


4. Nicht bewiesen, aber einfachste denkbare Erklärung


Grundsatz der Wissenschaft:
"Zu einer brauchbaren Hypothese gehört, dass sie eine Vielzahl von Phänomenen einfacher und einleuchtender erklärt als jeder Alternative."
Ein gutes Beispiel dafür ist unser heliozentrisches Weltbild( das heißt die Vorstellung, dass die Sonne im Mittelpunkt unseres Systems steht und die Planeten um sie herum kreisen). Vor gar nicht allzu langer Zeit glaubte man noch, die Erde stünde im Mittelpunkt des Universums oder doch zumindest unseres System und die Planeten um die Sonne kreisten um sie herum (geozentrisches Weltbild). So dumm wie wir heute vielleicht denken ist das gar nicht. Denn von der Erde aus sieht es ja so aus, als würde sich alles um sie herum bewegen. Und da es keinen fixen Punkt im Weltall gibt kann man auch nicht sagen was sich um was dreht. Es gibt aber eine andere Möglichkeit, um zu einer Entscheidung zu kommen. Wenn man die Erde als Mittelpunkt annimmt und dann die Planetenbewegungen beschreiben will benötigt man 54 Vektoren (dass sind mathematische Richtungs- und Geschwindigkeitsangaben). Geht man von der Annahme aus die Planeten, also auch die Erde, kreisten um die Sonne, so sind nur 20 Vektoren nötig, um die Planetenbewegungen zu beschreiben. Das heliozentrische Weltbild setzte sich durch, weil es die einfachste Erklärung war. Letztendlich beweisen kann man es nicht, da es, wie schon gesagt, keinen festen, unbeweglichen Punkt im Universum gibt. Es gibt immer nur Punkte, die sich in Relation zu etwas anderem nicht bewegen.
Wenn man von diesem Weg des indirekten Beweises, dass heißt Beweis durch Ausschluss aller anderen Erklärungen, ausgeht, kann man auch Reinkarnation tatsächlich beweisen. Helen Wambach hat dies eindrucksvoll in ihren Untersuchungen getan, in welchen sie Hunderte von Studenten in Gruppenrückführungen vergangene Leben wiedererleben ließ und sie danach in ausführlichen Fragebögen über ihre Erlebnisse in Trance befragte.
Hier ergab sich auch eine Widerlegung des Vorurteils, dass Menschen in Rückführungen nur besondere Leben erleben, Pharaonen, Könige oder doch zumindest Fürsten sind. Die meisten der Probanden erlebten profane Leben, wenige erlebten sich als Großgrundbesitzer oder irgendwie vermögend. Die Zusammensetzung der erlebten Leben, spiegelte genau die Zusammensetzung der Bevölkerung in der jeweiligen Epoche wieder.
Wenn man über Untersuchungen in Sachen Reinkarnation spricht, muss man auch Ian Stevenson nennen. Dieser machte seine fast kriminalistisch zu nennenden Untersuchungen nicht nur an Hand von Rückführungen, sondern er befragte auch Kinder, die sich spontan an Vorleben erinnerten. Diese identifizierten sich mit völlig unbekannten Menschen und behaupteten nicht das Kind ihrer Eltern zu sein, sondern dieser Fremde, der dann und dann gestorben war. Hierbei wurden nicht selten fremde Sprachen gesprochen oder sogar handwerkliche Fähigkeiten bewiesen, die Kinder in diesem Alter nicht haben konnten, da sie eigentlich erst durch lange Übung zu Stande kommen kann. Immer aber waren diesen Kindern Informationen zugänglich, welche nicht aus diesem Leben stammen konnten. Meist wurden auch andere Quellen ausgeschlossen. Mehr noch als das Wissen beeindruckt in diesen Fällen eine körperliche Manifestation des Vorlebens. So hatten viele dieser Kinder Muttermale an eben den Stellen, an welchen ihre geistigen Vorfahren eine tödliche Wunde erlitten haben. Es wird sogar von einem Fall berichtet, in welchem ein Indianer seiner Familie auf dem Sterbebett mitteilt, dass er als Sohn seiner Tochter wiederkehren werde und als Erkennungszeichen, werde er ein Muttermal an einer bestimmten Stelle haben. Tatsächlich wurde ein Kind mit diesem Muttermal geboren. Als Stevenson die Familie besuchte war dieses Kind neun Jahre als, wurde aber von allen Großvater genannt, saß am Kopfende des Tisches und wurde als Familienoberhaupt anerkannt. Der Neunjährige redete immer über seine Onkel und Tanten, als ob es seine Kinder wären. So klagte er immer wieder über die Alkoholsucht des einen Onkel und machte sich selbst Vorwürfe bei dessen Erziehung versagt zu haben.
Ob dieses Wissen um die Vorleben ein Segen oder ein Fluch für die Betroffenen ist, sei dahingestellt. In jedem Fall liefern solche Fälle Fakten, die eine Reinkarnation plausibel erscheinen lassen.


5. Was mein der Begriff Reinkarnation?


Geht man von der Bedeutung des Wortes aus so bedeutet
Re = Wieder, in = in, karn(e) = Fleisch, a(k)tion = setzen
Wieder-in-Fleisch-Setzung.
Etwas wird wieder in Fleisch gesetzt, das vorher dem Fleisch entwichen ist. Das heißt, es muss etwas geben, was dem Fleisch entwichen ist und von ihm wesensverschieden ist. Man geht von einer Körper/Seele Trennung aus. Sie sagen: 'Aber es gibt doch noch den Geist?' Ja, den gibt es auch noch. Er ist ein nichtmaterielles Organ und für unsere Betrachtung hier nicht notwendig. Ich will mich hier ganz auf die Leib/Seele Dichotomie konzentrieren, denn für mich ist die Seele zunächst mal das, was vom Menschen übrig bleibt, wenn der Körper wegfällt bzw. stirbt. Dass man von der Existenz eines solchen Teiles ausgeht, ist zunächst einmal nicht normal, doch Thanatologen haben festgestellt, dass es möglich ist noch optische und akustische Wahrnehmungen zu haben, wenn das endet, was man biologisch als Leben definiert. Man bezeichnet es als klinischen Tod, wenn keine Funktionen mehr nachzuweisen sind, die biologisch Leben bedeuten (Fortpflanzung, Stoffwechsel, Bewegung etc.) Daraus kann man schließen, dass es so etwas wie eine Seele geben muss. Diese so sieht es aus 'durchlebt' so etwas wie einen Wandlungsprozess, bis sie bereit ist bzw. sich entscheidet wie zu inkarnieren, dass heißt sich wieder zu verkörpern. An dieser Stelle weise ich darauf hin, dass Wiedergeburt nicht die korrekte Übersetzung von Reinkarnation ist. Wie schon erwähnt handelt es sich um eine Wieder-in-Fleisch-Setzung, ich Wiederverkörperung sagen. Dies ist mir vor allem deswegen so wichtig zu betonen, weil bei dem Begriff Wiedergeburt der Eindruck entsteht, man käme immer wieder neu auf die Welt. Tatsache aber ist, dass das, was wir jetzt als Ich bezeichnen, aus mindestens zwei Teilen zusammengesetzt ist. Nur einer davon kommt wieder (die Seele) und der andere ist –nach dem Tod- ein für alle mal verloren (der Körper). Bei Rückführungen findet man daher auch oft nur eine Teilidentifikation, weil es eben nicht das komplette 'Ich' ist, das wiederkehrt. Sondern sich die Seele einen neuen Körper nimmt.
So nun aus diesem Kontext heraus zwei Fragen:
Wer glaubt, dass er wiederkommen wird?
Sie haben Recht, denn es gibt einen Teil von ihnen, der sie auch sind und das ist die Seele und die ist unsterblich.
Wer glaubt, dass mit seinem Tod alles zu Ende ist?
Sie haben Recht, denn so wie sie jetzt sind, diese klassische Zusammenstellung an Molekülen, die ihren Körper darstellt, noch verbunden mit eurer Seele, kommt in der Form nicht nich wieder.


6. Wozu 'nutzt' der Glaube an Reinkarnation?


Man kann mit der Reinkarnationstherapie Muster auflösen, die in vergangenen Leben entstanden sind. Dabei geht man vor wie bei der eingangs erwähnten Altersregression oder bei der vielleicht bekannten Methode der Psychoanalyse. Nur bleibt man bei der Geburt nicht stehen, sondern geht weiter, sogar über pränatale Vorkommnisse hinaus.
Doch nicht nur aus therapeutischen Gesichtspunkten ist ein Glaube an Reinkarnation hilfreich und sinnvoll. Er gibt vielmehr endgültig den Anreiz dazu sich um seine Umwelt zu kümmern. Nicht nur aus moralischen Gründen, sondern einfach, weil man immer wieder mit den Themen konfrontiert wird, die man nicht bewältigt hat. Mit der Umwelt, die man jetzt verschmutzt müssen nämlich nicht nur unsere Kinder auskommen, sondern auch wir selbst, wenn wir einmal wiederverkörpern. Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet stellt Selbstmord denn auch die schlimmste Art der Zeitverschwendung dar. Die Vorstellung, dass man ein Leben beenden könnte, um dann ein Neues Besseres von einem anderen Startpunkt zu beginnen, ist einfach falsch. Dies hat sich in der bisherigen Reinkarnationsforschung herausgestellt. Im Gegenteil wirft ein Selbstmord und die zwangsläufig damit verbundenen Traumata einen eher um eine Entwicklungsstufe zurück. Der Traum von neuen Start mit verbesserter Ausgangsposition, kann sich sogar zu Alptraum verkehren und man findet sich im nächsten Leben in irgendwelchen Slums wieder. Der Glaube an Reinkarnation hat von daher eine gesellschaftliche und persönliche Bedeutung für jedermann. Zum einen legt er nahe, die Schöpfung um sich herum zu bewahren, denn man will sich ja noch einige Leben darin aufhalten. Zum anderen stellt er fest, dass man ebenso gut heute damit anfangen kann sein Leben in die richtigen Bahnen zu lenken, wie anderswann, denn irgendwann muss man ja mal damit anfangen. Alles was man tut hat eben Konsequenzen und die wirken sich nicht nur in diesem Leben aus.


7. Warum kehrt die Seele wieder?


Die Beschreibung, die immer wieder für die Zwischenreiche (wenn sie so wollen: Das Jenseits) gegeben wird, übertreffen sich gegenseitig an Schönheit und angenehmen Gefühlen, die man dort empfindet. Scheint es da nicht widersinnig, von einem solchen Ort wegzugehen?
Ist es nicht merkwürdig, dass man immer wieder ins triste hier und jetzt zurückkehrt? Warum verlässt man die himmelsgleiche Engelssphäre und verkörpert auf der mittlerweile zur Hölle verkommenen Erde? Trifft man diese Entscheidung überhaupt freiwillig oder zwingt uns ein Gott immer wieder hernieder zur Erde? Viele glauben, dass es die allumfassende Liebe ist, die uns dazu bewegt immer wieder helfend auf die Erde zurückzukehren. Ich sehe das nicht so romantisch verklärt. Das Studium meiner Literatur zu diesem Thema und persönliche Erfahrungen mit der Arbeit legen die Vermutung nahe, dass sich die Seele ihre Inkarnation auf dieser Erde aussucht, um immer wieder neue Erfahrungen zu machen, zu reifen, zu lernen, und sich so beständig weiterzuentwickeln.
 


Du kannst alles erreichen was du willst ...
Es mag allerdings sein, dass du dich dafür anstrengen musst.

Last update: 29.3.2017