Übergänge und Zwischenräume

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Es gibt sicherlich mehr als 50 Wege Kontakt zu vermeiden. Manchmal habe ich das Gefühl, ich kenne sie alle. Zu schnell auf andere zugegangen, grenzlatschig gewesen, übergriffig und schon ist‘s vorbei mit dem Kontakt.

Oder sich zuviel Zeit gelassen, zuviel gezaudert, gezweifelt und dann ist es erst gar nicht zum Kontakt gekommen.

Dabei wünschen sich Menschen doch zutiefst fast nichts mehr, als wirklich in Kontakt zu kommen. Gut vielleicht nicht jeden Kontakt, nicht Kontakt um jeden Preis. Aber den schönen, den nährenden, den stimmigen Kontakt zu unseren sympathischen Mitmenschen, den suchen wir schon.

Umso merkwürdiger, dass wir uns manchmal gar nicht so bewußt darüber sind, wie wir solche Kontakte einleiten. Meist denken wir, sie ergeben sich von selbst oder eben nicht und wir können nichts dafür tun. Wir haben unsere einfahrenen Gleise, in denen wir in Kontakt gehen. Manchmal funktioniert das gut, manchmal weniger, doch wir sind kaum flexibel uns auf ungewohnte Situationen einzustellen.

Was private und intime Kontakte angeht, sind wir zu Robotern geworden. Weil uns schon die Vorstellung von Kontakt ängstigt, haben wir die Art und Weise, wie wir in Kontakt gehen, in Programmen festgeschrieben, um uns in einer unsicheren Zeit ein klein wenig Sicherheit zu geben. Leider harmonieren die Programme nicht immer mit dem Leben und so kommen wir oft nicht zu dem Kontakt, den wir uns erhoffen.

Was also ist zu tun?

Wir müssen uns mit dem auseinandersetzen, was uns am unangenehmsten ist, mit Unsicherheit. Unsicherheit in allen Stadien des Kontakts, da das Ungeformte in die Form übergeht. Diese Übergänge bestimmen die Qualität unserer Kontakte.

Wie intensiv habe ich mich in die andere hineinversetzt bevor ich in Kontakt gegangen bin? Habe ich meine eigenen Impulse gespürt und bin ihnen gefolgt oder habe ich versucht ein Programm ablaufen zu lassen?

In den Zwischenräumen werden die Grundsteine dafür gelegt, wie es später im Kontakt aussehen wird. Leider sind wir uns der Bedeutung dieser Bereiche nur selten bewußt. In unserer schnelllebigen Zeit versuchen wir alles gleich zu haben. Wir können nicht warten.

Wir nehmen uns nicht die Zeit für das Bewußtsein, dass das Warten der Intensität des späteren Kontakts zu Gute kommt.

So laufen wir an Kontakten vorbei, indem wir sie förmlich überfahren. Wir wollen alles und das schnell. Doch allzuoft bekommen wir auf diesem Wege nichts, weil es nichts mehr gibt, was wir bekommen könnten. Weil es, totgefahren von uns selbst, vor uns liegt. Doch wir sind so in Eile, dass wir nicht einmal das mitbekommen. Eilen schon zum nächsten Kick, der uns Erfüllung verheißt, ohne zu merken, das wir im Bestreben nach schneller Erfüllung, immer leerer werden.

Wenn wir stattdessen ausatmen und beginnen den Bedürfnissen in uns Raum zu geben, dann werden wir zunächst einmal merken, wie voll wir schon sind.

Überflutet von Reizen, Angefüllt mit Erlebnissen, ohne auch nur ein bißchen Zeit dafür das Ganze zu verarbeiten. In dieser Art durch die Welt zu rennen und nach Kontakt zu suchen, scheint absurd, es ist aber unser bedauernswertes tägliches Brot, genauso wie die Enttäuschung, die diese Lebensart mit sich bringt.

Unsere Bedürfnisse sprechen eine andere Sprache. Sie lassen sich nicht verrückt machen von der Hektik des Alltags. Unsere Bedürfnisse sind viel tiefer mit den Dingen verbunden, so wie wir selbst. Das spüren wir, wenn wir zu uns selbt Kontakt aufnehmen.

Dieser Kontakt mit uns selbst ist der wichtigste Kontakt, der so oft übersehen wird, wenn wir in Kontakt gehen wollen. Wenn wir sehr klar sind, wissen wir zwar wohin wir gehen wollen, aber wenn wir nicht wissen woher wir kommen, sind wir aufgeschmissen und werde niemals ankommen, jeder der sich mit Navigation auskennt wird das bestätigen.

Also ist der erste Übergang, den wir machen müssen, der von außen nach innen. Zu uns selbst kommen, um von dort aus gut zum anderen starten zu können. Wenn ich mich selbst ausreichend spüre und im Kontakt zu anderen auch voll mitnehme, funktioniert auch der Kontakt nach außen.

All diese Überlegungen miteinzuschließen und ein Bewußtsein dafür auszubilden, dass wir schließlich mit der vollen Präsenz unserer Persönlichkeit im Kontakt sein können, darum geht es in unserem Seminar.

Wir freuen uns auf dich
Markus und Team
unterer Seminarraum

Zegg

 

 


 

 

 

 

 

folgendes Video habe ich gedreht, um für ein Vorgängerseminar einzuladen. Einige Information stimmen nicht mehr, so hat sich Eva anderen Aufgaben zugewandt und das Seminar ist nicht mehr nur für Freunde, sondern offen für alle etc.

Aber die grundsätzlichen Inhalte von denen ich spreche, sind auch weiterhin aktuell.

 

 

 

 



Du kannst alles erreichen was du willst ...
Es mag allerdings sein, dass du dich dafür anstrengen musst.

Last update: 7.9.2017