Tantrismus als holistisches Weltbild

unter besonderer Berücksichtigung des Aspektes der Heilung

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

Seite

1. Westlicher Tantra - Mythos

3

2. Der Hinduismus

4

Exkurs: Reinkarnation

4

3. Der Tantrische Schöpfungsmythos

6

3.1. Die 36 Tattvas

6

3.1.1. Die fünf reinen Prinzipien

8

3.1.2. Die fünf Kankunas

9

3.1.3. Die 25 Hauptinhalte der Lehre

9

4. Die verschiedenen Richtungen des Tantra

11

5. Adhikara

11

6. Rahashyapuja

12

7. Die Chakren

13

8. Pada

14

9. Yogapada

15

9.1. Nadayoga

15

9.1.1 Das Mantra

15

10. Aspekte der Heilung

16

Literatur

17


 

1. Westlicher Tantra - Mythos

Wenn man sich im Westen über den Begriff Tantra informiert, so wird man mit Begriffen wie Sexualität und Spiritualität konfrontiert werden, meist in dieser Reihenfolge. Manche bezeichnen Tantra gar als die indische Kunst des Liebens. Einschlägigen TV-Reportagen zu Folge, hat Tantra auf jeden Fall etwas mit Sexualität zu tun, mit verrenkungsgefährlichen Stellungen und tiefen oder hohen Orgasmen. Tatsächlich gibt es eine solche Richtung innerhalb des Tantrismus, doch es ist nur ein Teil der gesamten Lehre.

„Eine einzelne Linie aus der verwirrenden Vielfalt tantrischer Lehren und Praktiken wurde in den letzten Jahrzehnten ... herausgegriffen und mit Tantra schlechthin gleichgesetzt.“ [1]

 

Wie so vieles, was aus dem östlichen Kulturkreis in den unsrigen westlichen kommt, ist dieses Bild vom Tantrismus unvollständig, wenn nicht falsch. Keineswegs steht die sexuelle Vereinigung innerhalb des Tantrismus so im Vordergrund, wie man nach oberflächlicher Betrachtung des Phänomens glauben könnte. Wie dieser herausgegriffene Teil des Tantras im Verhältnis zum gesamten Tantrismus steht, darauf komme ich zu gegebenem Zeitpunkt.

Die Bewegung des Tantrismus ist historisch nur schwer einzuordnen, wie auch der Begriff Tantra nur schwer zu erklären ist. Nach Meinung der meisten Experten bezieht es sich auf die Wurzel tan = ausdehnen, ausbreiten und meint Gewebe, Zusammenhang, Kontinuum, Vereinigung, Verbindendes. Die Silbe      -tra kommt von trayate, was soviel wie befreien heißt. Als Tantras werden eine Reihe esoterischer Texte bezeichnete, die der mündlichen Unterweisung bedürfen. Der Tantriker oder Adept des Tantra ist hier der Schüler eines Meisters, der ihn zur Verwirklichung begleitet. Die Lehren der Meister dieses besonderen Pfades sind unter dem Sammelwort Tantras zusammengefasst worden und bilden einen Teil der indischen religiösen Literatur. Es handelt sich um verschiedene Texte esoterischen Inhaltes, die im heutigen Hinduismus nur bestimmten religiösen Gemeinschaften als autoritativ gelten, bei anderen sogar auf offene Ablehnung stoßen. Doch es gibt auch buddhistisches und vor allem buddhistisch-tibetisches Tantra.



[1]
Dam, Jyotisham: Shiva Yoga. Indiens großer Yogi Gorakshanatha. Eugen Diederichs Verlag, München 1998 S. 18

 


 

Dies ist das erste Kapitel meiner Arbeit über Tantra.

Ich sende ihnen die gesamte Arbeit gerne auf Anfrage zu.

 


 

 

 


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Last update: 29.3.2017